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2006
Hansjörg klettert die Via Italia (8a) am Piz Ciavazes rotpunktIm September 1961 eröffnen vier italienische Kletterer eine neue Linie am Piz Ciavazes. Mit 5/A2 bewerten sie die Route und taufen sie „Via Italia“. Als „… spektakuläres Technodenkmal, ...“ wird die Route im aktuellen Führer beschrieben. Viele Seilschaften würgen sich dann in den darauf folgenden J Bei seinem ersten Besuch wird ihm klar, auf was er sich da eingelassen hat. Gelber Fels, extrem steil und jede Menge Normalhaken, die eher unter die Rubrik „Rostgurken“ einzustufen sind. In den Schlüsselstellen gelingt ihm an diesem Tag nicht viel, dennoch wird er wiederkommen. Schwierigkeitsgrad 8a in einem 5 Meter ausladenden Dach mit gut 120 m Luft unterm Arsch gepaart mit der dazugehörigen Absicherung reizt Hansjörg besonders. Am 10. Oktober war es dann soweit. Die 7c+ gelingt Hansjörg dann gleich im ersten Versuch. Die 8a Seillänge reagiert dagegen etwas widerspenstiger. Das erste Mal sieht er die Tritte wieder einmal nicht (trotz seiner „Sehverstärker“), das nächste Mal verabschiedet sich der Hook. Doch endlich im 4. Versuch gelingt ihm der Durchstieg. Ziemlich locker klettert er dann noch die restlichen 2 Seillängen hinauf zum letzten Stand und die durchaus strapazierten Nerven erholen sich wieder.
Karakorum - Trango Valley 2006Weitsichtig, weil kenntnisreich, hatte Reinhard Karl schon vor vielen Jahren erkannt, dass die Besteigung des Mount Everest wohl mehr Menschen möglich sei, als die Lösung des 5-Meter-Boulderproblems „Midnight Lightning“ im Yosemite. Mit solch extremen Beobachtungen provozierte er gern , wollte positiv anstoßen, zum Denken anregen. Das war ihm wichtig, dem alpinen Romantiker mit Sportlerseele. Vor 10 Jahren, auf dem Weg zum K2, sah er die Trangotürme: Es heißt, diese Berge seien die Zukunft von Yosemite ...- vielleicht als Foto, auf dem Sofa liegend betrachtet ... – der El Capitan ist dagegen nur ein Turngerüst für Traumtänzer - ... Klettern kann hier kein Spiel sein! ...“ (aus „Plötzlich zeigt der Atlas wieder weiße Flecken“ – AV Jahrbuch ´91).
Den vergangenen Sommer verbrachten Thomas und Hansjörg mit 3 weiteren Freunden im Trango Valley in Pakistan/Karakorum. Genau 40 Tage hatten sie Zeit, um sich an den über 1000m hohen Granitwänden auszutoben. Und der Aufwand hat sich wohl gelohnt. Dank der verlässlichen Wettervorhersage von Karl Gabl konnten sie die Schönwetterperioden optimal nutzen. Insgesamt konnte die beiden 3 Gipfel erklettern. Darunter ist auch eine Erstbegehung. Daten und Fakten in Kürze: Shipton Spire (ca. 5700m): Erste Wiederholung der Route „Woman and Chalk“ (8a) in der 1200m hohen Ostwand an insgesamt 5 Klettertagen durch Thomas, Hansjörg und Ambros. Nameless Tower (6239m): „Eternal Flame“ (7c+) im Alpinstil in 2 Tagen vom Trango Base Camp und in 8h von der Sonnenterrasse bis zum Pfeilergipfel durch Thomas und Hansjörg. Little Shipton (ca. 5400m): Neutour „Winds of Change“ (7a+) durch die 550m hohe Ostwand im Alpinstil und zugleich erste Besteigung des Gipfels durch Thomas und Hansjörg. Hansjörg klettert die "Modernen Zeiten" an der Marmolada free soloAm 11. Juni konnte sich Hansjörg mit seiner Free Solo Begehung der „Modernen Zeiten“ einen lang gehegten Traum erfüllen. Nachdem er die Route im Jahr 2004 und 2005 bereits kletterte, doch aufgrund der „Marmolada-ersten-Seillängen-Fingerkälte“ (... wer einmal war, der weiß Bescheid ...) die erste, schwierige Seillänge nie rotpunkt klettern konnte, war es für ihn zu einer besonderen Herausforderung geworden. Mit einer Menge Portion Selbstvertrauen, ausgerüstet mit Helm, Anorak und Magnesiumbeutel stieg er um 10:15 Uhr in die Route ein und erreichte um 12:55 Uhr den Pfeilergipfel. Auch durch eine vereiste Stelle im unteren Teil und einige nasse Passagen in der sehr anspruchsvollen Gipfelwand ließ er sich nicht beirren und kletterte ohne Probleme durch diese einmalige 27 Seillängen lange Route.
Klettertrip SpanienIm Februar begaben sich Thomas und Hansjörg mit 3 weiteren Freunden (Heiko, Babsy und Romed) auf einen Klettertrip nach Spanien. Zuerst kletterten sie in der Arena von Terradets, anschließend gings weiter nach Siurana und Montsant. Während sich Hansjörg an den langen Ausdauerrouten sichtlich erfreute, benötigte Thomas doch einige Tage, bis er seine Unterarme auf den alten Stand gebracht hatte. Somit stand dem achten Franzosengrad nichts mehr im Weg und das eine oder andere Bierchen nach einem gelungen Durchstieg konnte gekippt werden ...
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ahren über die Hakenrassel hinauf, wenngleich die Route im Laufe der Zeit zunehmend in Vergessenheit gerät. Im Sommer 2004 holt dann der italienische Spitzenkletterer Mauro Bubu Bole die Route aus ihrem Dornröschenschlaf. Ihm gelingt die erste Rotpunkt Begehung. Mit 8a bewertet er die Crux. Eine Seillänge erreicht den Grad 7c+. Dazu kommen noch zwei Längen im Grad 7a und ebenso viel im Grad 6a.